DEUTSCH

Die Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner gehört zu den interessantesten Entdeckungen der letzten Jahre.
Seit der Spielzeit 2009/10 gehört sie zum Ensemble der Oper Frankfurt. Daneben gastierte sie zuletzt an der Hamburger Staatsoper im Lohengrin als Ortud, als Brangäne in Tristan und Isolde an der Deutschen Oper Berlin und sang ihre erste Kostelnička in Jenůfa am Teatro Municipal de Santiago de Chile.In der Spielzeit 2016/17 gab sie ihr amerikanisches Debut an der Lyric Opera of Chicago als Fricka (Das Rheingold) im neuen Ringzyklus. In der Spielzeit 2017/18 wird sie dort die Fricka in der Walküre verkörpern.

Tanja Ariane Baumgartner debütierte 2013 am Royal Opera House in London als Clairon in Strauss’ Capriccio und gastierte als Judith beim Festival in Edinburgh in Bartoks Einakter Herzog Blaubarts Burg. Im Mai 2014 gab sie ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin als Brangäne (Tristan und Isolde). In der Spielzeit 2014/15 war sie zum ersten Mal an der Hamburgischen Staatsoper und an der Wiener Staatsoper (Brangäne in Tristan und Isolde) zu Gast und gab ihr Debüt im Wiener Konzertverein. Neben ihren Verpflichtungen in Frankfurt war Tanja Ariane Baumgartner in der Saison 2015/16 in Toulouse als Judith in Herzog Blaubarts Burg, am Theater an der Wien als Clairon in Capriccio und an der Deutschen Oper Berlin als Brangäne in Tristan und Isolde zu erleben.

Im Konzertfach profilierte sich Tanja Baumgartner überall in Europa mit unterschiedlichen Werken von Bach über Beethoven und Verdi bis Mahler.

Die Mezzosopranistin debütierte 2010 bei den Salzburger Festspielen als Gräfin Geschwitz in Lulu, 2012 gab sie die Charlotte in Zimmermanns Soldaten. Sie gastierte an Bühnen wie dem Theater Basel (Rollendebüts als Amneris in Aida und 2011/12 als Carmen, beide unter der Regie Calixto Bieitos), der Opéra de Marseille (Tanja in Eugen Onegin), De Vlaamse Opera in Gent/Antwerpen (Die Amme in Die Frau ohne Schatten, 2011), der Deutschen Oper am Rhein (Santuzza in Cavalleria rusticana), der Berliner Staatsoper (AscheMOND oder Fairy Queen).

Zu ihren Frankfurter Erfolgen zählen u. a. Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Fürstin von Bouillon (Adriana Lecouvreur), Prinzessin Eboli (Don Carlo), Fricka (Das Rheingold und Die Walküre), Gora in der deutschen Erstaufführung von Reimanns Medea (auf CD bei OehmsClassics erschienen), Emilia (Verdis Otello), Fenena (Nabucco), Die Amme (Die Frau ohne Schatten), Fremde Fürstin (Rusalka), Iocaste (Oedipe), Tigrana (Puccini Edgar), Charlotte (Werther), Gaea (Daphne) und die Titelpartie von Othmar Schoecks Penthesilea.

Die Fähigkeit der Mezzosopranistin, hochdramatische Partien mit makelloser Belcanto-Technik zu singen, führte bei ihrer Interpretation der Titelpartie in PENTHESILEA in der gleichnamigen Oper von Othmar Schoeck am Theater Basel 2008 zu einem außergewöhnlichen Triumph („Inszenierung des Jahres“ in der Fachzeitschrift „Opernwelt“).

Die Sängerin gehörte von 2002 bis 2008 zum Ensemble des Luzerner Theaters, wo sie sich mit Partien wie Dorabella (COSÌ FAN TUTTE), Charlotte (WERTHER), Mrs. Quickly (FALSTAFF), Giulietta (LES CONTES D’HOFFMANN), La Haine (ARMIDE) sowie Baba the Turc (THE RAKE’S PROGRESS) ein breigefächertes Repertoire erarbeitete.

Nach einem Violinstudium an der Hochschule Freiburg studierte Tanja Ariane Baumgartner Gesang in Karlsruhe, Sofia und Wien.